Buddhismus

BuddhismusDas, was wir heute Buddhismus nennen, was Buddhisten als den Buddhadharma bezeichnen, lässt sich auf Prinz Siddharta in Indien vor über 2600 Jahren zurückführen. Zum Nutzen aller fühlenden Wesen legte er die Prinzenschaft zurück und begann, nach der Wahrheit alles Seins, dem Weg aus dem Ende aller Pein um aller Lebewesen Willen zu suchen.

Auf seiner Suche machte er die Bekanntschaft von vielerlei spirituell Praktizierenden und erkannte letztlich, dass deren Weg nicht zum letztendlichen Ziel führen konnte. So begab er sich schließlich in tiefe Meditation unter dem Bodhi Baum in Bodhgaya und praktizierte solange, bis sein Geist alle Extreme überwunden hatte und jenen Zustand erreicht hatte, der als Erleuchtung oder Buddhaschaft  beschrieben wird.

Von nun an als Buddha Shakyamuni, der Erleuchtete aus dem Clan der Sakyas, bekannt, offenbarte er jene allesüberwindende und -durchdringende Weisheit allen jenen, über 50 Jahre lang: All die Mittel, derer es bedarf, sich aus dem Kreislauf der Pein, Samsara, zu befreien. Das, was wir als Dharma bezeichnen.

Seine Schüler nahmen diese Unterweisungen in Übereinstimmung mit ihrer individuellen Kapazität auf den sogenannten drei Stufen, auch Drei Yanas genannt (Hinayana, Mahayana, Vajrayana), auf.

Obwohl sehr umfangreich sowohl in Schriften als auch Methoden, wurzelt der Buddhismus auf den einfachen Tugenden von liebender Güte und Mitgefühl, die von Yana zu Yana tiefer und umfassender werden. Mit der Entwicklung dieser Eigenschaften in unserem Geisteskontinuum entsteht Frieden – Frieden für uns, für die ganze Welt, alle fühlenden Wesen.

Der Buddhismus verbreitete sich im Laufe der Zeit in viele Länder und nahm dort eigene Prägungen an, ohne sich aber jemals in Essenz zu verändern. Was sich entwickelte, waren nicht die jahrtausende alten Unterweisungen, das Letztendliche zu erlangen. Das, was das Erscheinungsbild des Dharma veränderte, war das jeweilige kulturelle Umfeld, das die Unterweisungen bereicherte und so wurden sie Teil einer Lebensweise.

Nach Tibet kam der Buddhismus im 5. Jahrhundert, der tantrische Buddhismus oder auch Vajrayana, hingegen im 9. Jahrhundert durch Guru Rinpoche, beide aus Indien.

exzerpiert aus dem BuchThe Himalayas and Beyond