Leben erretten

Leben zu erretten, ist eine Buddhistische Tradition, das Leben von Tieren zu erretten, die getötet werden sollen. Dabei sollten wir uns daran erinnern, dass wir unabdingbar ohne Vorsatz zu töten, alleine durch unser Leben, anderen Wesen das Leben nehmen. Wir können diese Situation nicht vollkommen abwenden. Solange wir gehen, atmen, essen, etc. bedingen wir automatisch den Tod vieler Wesen. Dennoch, selbst, wenn wir das nicht abwenden können, können wir mittels Gewahrsein und Achtsamkeit, anderen Wesen das Leben zu nehmen, reduzieren.

Während einer Belehrung in Kagyu Monlam Chenmo 2006 ermutigte Gyalwang Karmapa die Anwesenden, Leben durch (zumindest von Zeit zu Zeit) das Nicht-Konsumieren von Fleisch zu schützen und während Kagyu Monlam 2007 ermutigte Gyalwang Karmapa die ordinierte Sangha, Bäume als eine Methode, die im Geiste von Leben erretten steht, zu pflanzen.

In diesem Zusammenhang kommt der Praxis des Errettens von Leben eine besondere Rolle zu. Als Buddhisten bringen wir den Nutzen dieser Praxis allen Wesen, dem langen Leben Buddhistischer Meister und Praktizierender und dem Gedeihen des Dharma dar, während wir Tiere, die sonst getötet würden, den Drei Juwelen und Drei Wurzeln darbringen. In dieser Weise können die Tiere damit auch eine Verbindung mit dem Dharma eingehen.