Die 4 Jamgon Kongtrul Rinpoches
1. Jamgön Lodrö Thaye (1813 - 1899)
Der erste Jamgön Kongtrul Rinpoche, Lodrö Thaye, wurde in Kham geboren. Er wurde vom neunten Situ Rinpoche als Kagyu Tulku anerkannt und wurde Schüler des vierzehnten Karmapa. Er war ein hervorragender Gelehrter, Künstler und Arzt und schrieb mehr als 90 Bücher. Alle Belehrungen der alten und neuen Tradition brachte er zusammen in seinen „Großen Fünf Schätzen des Wissens“.
2. Khyentse Özer (1902 - 1952)
Der zweite Jamgön Rinpoche, Khyentse Özer, wurde als der Sohn des fünfzehnten Karmapa geboren und von ihm anerkannt. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Meditation und durch seine Verwirklichung wurde zu einem der Linienhalter S. H. des sechzehnten Karmapa. Er hinterließ eine Prophezeiung über die Umstände seiner Wiedergeburt.
3. Karma Lodrö Chökyi Senge (1954 - 1992)
Die Geburt des dritten Jamgön Kongtrul Rinpoche, Karma Lodrö Chökyi Senge, wurde von vielen wunderbaren Zeichen begleitet. Er wurde bald darauf von S. H. Dalai Lama und S. H. Karmapa anerkannt und mit sechs Jahren in Rumtek inthronisiert. Von da an war er unzertrennlich von S. H. Karmapa, der seine gesamte Ausbildung übersah. Mit 20 Jahren, nachdem er gemeinsam mit Situ Rinpoche und Gyaltsab Rinpoche die vollen monastischen Gelübde genommen hatte, begann er weltweit mehr als viertausend Menschen zu ordinieren. 1976 und 1980 begleitete er S. H. Karmapa auf dessen Welttournee und setzte seine Reise nach dem Dahinscheiden Gyalwang Karmapas fort. 1984 besuchte er Tibet und erhielt die Erlaubnis, das komplett zerstörte Tsurphu Kloster wiederaufzubauen. 1988 begann er mit dem Bau seines Klosters in Lava, West Bengal, Indien und seines Sitzes im Exil, Pullahari, in Nepal. 1991 besuchte er nochmals Tibet und reiste wieder nach Palpung. Er verließ seinen Körper in einem tragischen Unfall.
4. Karma Lodrö Chökyi Nyima (1995 -)
Der vierte Jamgön Rinpoche, Karma Lodrö Chökyi Nyima, wurde am 26. November 1995 nahe Lhasa in Tibet geboren. Er wurde von S. H. dem 17. Gyalwang Karmapa anerkannt und erhielt von ihm seinen Namen. Die Haarschneidezeremonie erfolgte im September 1996. 1997 traf Rinpoche S. H. Dalai Lama, der ebenfalls einen Anerkennungsbrief gab. Am 30. Oktober 1997 kam Rinpoche in seinem Kloster in Lava in Indien an und am 17. November 1997 kehrte er in seinen Stammsitz in Pullahari zurück. Am 31. März 1999 trafen die beiden großen Palpung Tulkus, S. E. der zwölfte Tai Situ Rinpoche und S. E. der vierte Jamgön Rinpoche, im Palpung Kloster in Nordindien zum ersten Mal zusammen, wo Situ Rinpoche Jamgön Rinpoche eine Langlebenseinweihung gab.
exzerpiert aus "The Himalayas and Beyond"








