Tibetischer Buddhismus

König Trisong Detsen lud den indischen Gelehrten Santaraksita nach Tibet ein, um Buddhistische Philosophie zu lehren. Dieser Inder begann mit dem Bau des ersten Klosters in Tibet, Samye, kam aber durch viele Verhinderungen mit diesem Bau nicht voran. So wurde der große tantrische Meister Padmasambhava, großer Gelehrter und Abt der Nalanda Universität, aus Indien eingeladen, das Kloster zu vollenden. Es war die Zeit, als die ersten Männer zu Mönchen ordiniert wurden.

Die tibetische Geschichte ist von nun an eng mit dem Dharma, der Übertragung der Linie Buddha Shakyamunis, verwoben. Sie machte Zeiten der Blüte, des Niedergangs und der Verfolgung, und wiederum des langsamen Aufbaus durch. Tibet wird zum Land der Verbreitung der reinen Linie.

Der Tibetische Buddhismus, wie er jetzt auf uns kommt, kann in vier große Traditionslinien oder Schulen unterteilt werden. Generell sprechen wir von den Früheren (Nyingma) und Späteren Übertragungslinien (Kagyu, Sakya, Gelug).

Dabei muss man aber wissen, dass wir es tatsächlich mit acht Praxis Linien (Nyingma, Kadampa, Lamdre, Zhije, Marpa Kagyu, Shangpa Kagyu, Jordrug, Dorje Sum gyi Nyendrub) zu tun haben, die in vier institutionalisierten Schulen weitergereicht wurden.  Diese sind Nyingma, Kagyu, Sakya, und Gelug.

Jede dieser vier großen Schulen wird von einem Oberhaupt geführt, das sicherstellt, dass die Linie rein und ungebrochen an die nächste Generation weitergereicht wird. Die spirituellen Führer werden innerhalb der Linie anhand und mit Hilfe der, der Linie inhärenten Methoden aufgefunden und dann von S. H. Dalai Lama offiziell bestätigt und anerkannt.

S. H. Dalai Lama ist das Oberhaupt aller tibetischen Buddhisten.

exzerpiert aus dem Buch "The Himalayas and Beyond"