Buddhismus

Das, was wir heute mit Buddhismus bezeichnen, nahm mit Prinz Siddharta in Indien seinen Anfang. Zum Nutzen aller fühlenden Wesen legte er die Prinzenschaft zurück und begann, nach der Wahrheit alles Seins zu suchen. Auf seiner Suche machte er die Bekanntschaft von vielerlei spirituell Praktizierenden und erkannte immer, dass deren Weg nicht zum letztendlichen Ziel führen konnte. So begab er sich in tiefe Meditation unter dem Bodhi Baum in Bodhgaya und praktizierte solange, bis sein Geist alle Extreme überwunden hatte und jenen Zustand erreicht hatte, der als Erleuchtung beschrieben wird.

Von nun an als Buddha Shakyamuni, der Erleuchtete aus dem Clan der Sakyas, bekannt, manifestierte er seine alles überwindende und durchdringende Weisheit gemäß den Fähigkeiten seiner Schüler über 50 Jahre lang - die gesamte Wahrheit, alle Mittel, die es braucht, um sich aus dem Kreislauf des Leidens, Samsara, zu befreien. Bedingt durch die Kapazität seiner Schüler allerdings, nahmen diese die Belehrungen auf drei verschiedenen Stufen, auch Drei Yanas genannt (Hinayana, Mahayana, Vajrayana), auf.

Obwohl sehr umfangreich sowohl in Schriften als auch Methoden, wurzelt der Buddhismus auf den einfachen Tugenden von liebender Güte und Mitgefühl, die von Yana zu Yana tiefer und umfassender werden. Mit der Entwicklung dieser Eigenschaften in unserem Geisteskontinuum entsteht Frieden - Frieden für uns, für die ganze Welt, alle fühlenden Wesen.

Der Buddhismus verbreitete sich im Laufe der Zeit in viele Länder und nahm dort eigene Prägungen an, ohne sich aber jemals in Essenz zu verändern. Das, was sich entwickelte, waren nicht die Belehrungen, sondern äußere Umstände und Kultur, die sich den vorgefundenen Begebenheiten anpassten.

Nach Tibet kam der Buddhismus im 5. Jahrhundert, der tantrische Buddhismus oder auch Vajrayana, hingegen im 9. Jahrhundert durch Guru Rinpoche, beide aus Indien.

exzerpiert aus dem Buch "The Himalayas and Beyond"